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Süden
Kerala Kerala, der südwestlichste Bundesstaat Indiens, ist ein fruchtbarer Küstenstreifen am westlichen Steilabfall der Ghats. Kerala bietet hochgelegene, ausgedehnte Waldgebiete, einschließlich großer Naturschutzgebiete mit reichem Wildtierbestand, palmenbesäumte Kanäle im Küstenbereich, den Backwaters, und die beliebten Badestrände um die Hauptstadt Trivandrum. Die wehenden Palmen, die Vasco da Gama einst mit winkenden und willkommenheißenden Menschen verwechselte, wiegen sich wie eh und jeh im sanften Wind, der sein Lied von den Küsten Arabiens und Afrikas herüberträgt. Auch hier sind Mythos und Geschichte eng miteinander verbunden. Das "schwarze Gold" (Pfeffer) und Gewürze waren Keralas wichtigste Handelsgüter, die sogar Handelskriege mit anderen Nationen auslösten. Gegen den Widerstand der lokalen Machthaber mußte Kerala zu verschiedenen Zeitpunkten mit der Vereinnahmung durch Portugiesen, Holländer, Franzosen und Briten fertigwerden. Diese Mächte hinterließen denn auch ihre heute noch sichtbaren Spuren in der Geschichte und Kultur Keralas, von der sie jedoch landestypisch miteinbezogen und eng mit den traditionellen Strukturen verwoben wurden. Weitere Merkmale Keralas sind seine aktive politische Szene, die generell gutgebildeten Bürger und eine warmherzige Offenheit und Freundlichkeit Fremden gegenüber. Wer von hier zurückkehrt, weiß nicht nur die natürlichen Schönheiten Keralas zu schätzen, sondern trägt auch ein wenig Sonnenschein im Herzen. ThiruvananthapuramDie Hauptstadt Keralas ist Thiruvananthapuram (Trivandrum) , wo man auch den im 17. Jahrhundert erbauten Sri Padmanabha-Swamy-Tempel bewundern kann. Viele schöne Kolonialgebäude und alte, im typischen Stil Keralas erbaute Häuser verleihen Trivandrum ein besonderes Ambiente.Verkehrsverbindungen:
Sehenswürdigkeiten: Auf den Kaudiyar-Palast kann man leider nur vom Tor aus einen Blick werfen. Das Napier-Museum, welches eine große Sammlung verschiedenster Kunstgegenstände beherbergt, sowie die Sri Chitra-Kunstgalerie, in der neben Gemälden verschiedener indischer Schulen und Epochen auch chinesische, japanische und tibetische Arbeiten ausgestellt sind, lohnen hier den Besuch. Auf dem sich anschließenden Gelände des Kanakakkunu-Palastes wird jeweils im September das Onam-Festival mit Tanzdarbietungen und Jahrmarkt gefeiert. Die meisten Besucher kommen jedoch nach Trivandrum, um sich sogleich an die herrlichen Strände Kovalams zu begeben. Ausflüge: Um bei den vielen Sehenswürdigkeiten in Kerala nicht die Übersicht zu verlieren, empfiehlt es sich, mit dem Bus durch diesen wunderschönen Staat zu reisen. Varkala - 51 km von Trivandrum gelegen, ist ein Badeort, an dem es eine Süßwasserquelle gibt - aber auch bedeutendes Pilgerzentrum, dessen Janardana Swamy (Vishnu)-Tempel ein Alter von 2000 Jahren zugesprochen wird. Von Trivandrum aus können Sie aber auch in die kühlen Berge entfliehen und die Ruhe und die herrliche Aussicht genießen. Das 61 km entfernte Ponmudi, in etwa dreieinhalb Stunden mit dem Bus zu erreichen, bietet sich für schöne Wanderungen durch die Wälder und Teeplantagen an. Alleppey (Alappuzha) Auch als "Venedig des Ostens" bezeichnet, ist eine wunderschöne Stadt und Ausgangspunkt vieler Bootsfahrten durch das riesige Kanalsystem, die Backwaters. Diese erstrecken sich von Kollam im Norden, über Alleppey, bis Kottayam im Süden. Zwischen diesen drei Städten bestehen auch regelmäßige Fährverbindungen. Die vorübergleitende Landschaft wechselt dabei von unberührten Wäldern zu Reisfeldern und Bananenplantagen, von Kokos-Hainen zu kleinen Dörfern. Wenn es Abend wird auf den Backwaters, zünden die Fischer zur Mückenabwehr auf ihren Einbäumen und kleinen Seglern die Öllampen und Räucherwerke an. So wandern Reihen von kleinen Lichtern langsam übers Wasser, und die Luft ist erfüllt vom Duft exotischer Gewürze. Romantik pur. Urlauber können neuerdings diese Stimmung hautnah miterleben, wenn sie ihre Reise auf einem alten Reiskahn fortsetzen. Diese Boote sind in landestypischer Bast- oder Bambusbauweise gefertigt, aber zu komfortablen Hausbooten umfünktioniert worden: Mit zwei Schlafräumen, zwei Badezimmern, Dusche und WC, Salon bzw. überdachtem Eßzimmer im Freien. Der südliche Ausgangspunkt für Fahrten durch die faszinierenden Backwaters ist das 71 km von Trivandrum entfernte Quillon (Kollam), eine typische kleine Hafen-und Marktstadt am Ufer des Ashtamudi-Sees. Jeden Morgen gegen 19 Uhr legt das öffentliche Fährboot nach Alleppey (Alappuzha) ab. Es verkehren auch einige bequemere Touristenboote. Nach dem Monsun treten die Seen und Flüsse über die Ufer, Lilien- und Lotusgewächse stehen dann in voller Blüte und es ist eine Zeit der Festlichkeit. Das Erntefest Onam etwa fällt mit dem malayischen Neujahrstag Chingam zusammen. Am zweiten Samstag im August findet im Fluß Pamba bei Alleppey das alljährliche Schlangenbootrennen statt. Hieran nehmen etwa 30 Chundan, so werden die schlanken Boote genannt, teil. KottayamDieser Ort ist ein Ausgangspunkt für Motorbootfahrten durch die Flachlandkanäle Keralas über Mleppey nach Quillon; für Busfahrten zum Periyar Wildlife Sanctuary (Thekkady) oder Fahrten nach Madurai. Von Thekkady oder von Kottayam (152 km) und Cochin gut zu erreichen liegen auf 1800 m die Teeplantagen von Munnar entlang der mit üppiger Vegetation überzogenen Berghänge der Western Ghats. Mehr als 50 verschiedene Orchideenarten und zahlreiche medizinische Kräuter sind in den abgelegenen, bis jetzt von Besuchern noch unentdeckten Bergen zu finden. Das Periyar Wildlife Sanctuary liegt etwa 80 km von Kottayam entfernt am Ufer eines Stausees, des PeriyarFlusses. Elefanten, Büffel, Affen, Tiger und Leoparden gibt es hier zu sehen und außerdem können Bootstouren auf dem Fluß unternommen werden. Vielerorten stehen Beobachtungshütten zur Verfügung und als Unterkünfte gibt es Tourist Lodges. Eine andere Möglichkeit ist, in dem auf einer Insel im See gelegenen Lake Palace zu übernachten, das über die Kerala Tourism Development Corporation, Trivandrum, gebucht werden kann.Cochin (Kochi)Ernakulam - Dieses ist eine lebendige Hafenstadt mit alter Kultur und eine der größten Ansammlungen von Sehenswürdigkeiten in ganz Kerala. Das Christentum ist hier älter als in Europa, da es bereits 52 n. Chr. von dem Apostel Thomas hierhergebracht worden sein soll. Die Portugiesen landeten hier etwa um 1500, und selbst die jüdische Gemeinde ist in etwa genauso alt wie die christliche. Die Synagoge in "Jewtown" stammt aus dem Jahre 1567. Auch die arabischen und chinesischen Kaufleute hinterließen ihre Spuren, wie etwa die heute noch benutzten Fischernetze chinesischer Machart zeigen.Verkehrsverbindungen:
Trichur (Thrissur)Kulturelle Hauptstadt Keralas und besonders wegen ihrer Tempel und des alljährlich im April stattfindenden Pooram-Festes bekannt. Zu diesem Fest mit wunderschön herausgeputzten Elefanten und dem berühmten Panchavadyam, einem Orchester mit fünf Instrumenten, reisen Menschen aus der ganzen Welt an.Guruvayoor - 32 km westlich von Trichur gelegen, ist mit seinem Krishna-Tempel ein bedeutendes Pilgerzentrum, und in Cheruthuruthy, 32 km nördlich von Trichur, befindet sich die weltbekannte Kathakah-Schule Kerala-Kalamendalam. Für Gesundheitsfreunde ist die Kottakkal Arya Vaidy Sala im Malappuram District ein Muß. Die hier praktizierte Medizin des Ayurveda richtet sich mit ihren überlieferten und altbewährten Heilmethoden auf Körper und Geist. Eine entspannende Massage, mit verschiedenen ätherischen und Kräuter-Ölen, ist nur zu empfehlen. Der nächstgelegene Flughafen ist in Calicut (Kozhikode). Calicut (Kozhikode)Vasco da Gama landete in Kappad in der Nähe Calicuts im Jahre 1498. Das CVN Kalarai-Center ist ein in Kerala bekanntes Zentrum für den Kampfsport Kalanipayattu. Im Norden von Calicut sind noch einige weitere Orte zu erwähnen: Mahe, das heute noch zum Unionsterritonum von Pondicherry gehört, und das nahegelegene Tellicherry (Thalasseri), wo die Briten 1683 ihre erste Handelsniederlassung an der Malabar-Küste einrichteten.KannaurHier gibt es eine alte Festung, die von den Portugiesen vor fast 500 Jahren erbaut wurde. Der große Entdecker Marco Polo bezeichnete Kannaur als die große Empore des Gewürzhandels.FestivalsÜber die Jahre wurden in Kerala eine Reihe von Festivals eingerichtet, die die Natürlichkeit der traditionellen Feiern mit den touristischen Ansprüchen angenehm verbinden. So findet alljährlich vom 09. bis 12. Januar das große Elefantenfesfival (Great Elephant March) statt, an dem mehr als einhundert geschmückte Elefanten teilnehmen, welche dann als Transportmittel für touristische Ausflüge dienen. Auch eine Reihe kulinarischer Genüsse wird bei dieser Feier geboten. Zudem kann man sich bei allen Festlichkeiten an den Tänzen Keralas, die leidenschaftliche, tragische oder epische Geschichten aus dem Ramayana und Mahabharatha erzählen, erfreuen. Laben Sie ihre Sinne an dem glamourösen Kathakali, dem eleganten Bharathanatyam, dem gefühlvollen Mohiniyattam und zahllosen anderen Ausprägungen.Wildreservate und VogelschutzgebieteEravikulam National Park
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